Du bist nicht angemeldet.

silberfischchen

Administratöse

  • »silberfischchen« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3 493

Wohnort: Niedersachsen

Beruf: Projektmitarbeiterin

  • Private Nachricht senden

1

Samstag, 2. Januar 2010, 18:30

"Nothing for Ungood" - John Madison

Inhalt:
Deutsche brauchen drei Monate, um eine Party zu planen, sprechen merkwürdiges Oxford-Englisch, das Amerikaner an das schweizerische Rätoromanisch erinnert, haben sechzehn (!) Formen für das englische Wort the und subventionieren die Staus auf Autobahnen mit der Toilettengebühr auf Raststätten. Kann man in einem solchen Land leben? John aus Oklahoma hat es ausprobiert.


Meine Meinung:

Ich habe mich köstlich amüsiert und teilweise hier so gegackert, dass meine Tochter entnervt die Türen zwischen uns geschlossen hat.

John Madison lässt nichts aus und schildert in Blog-Form das Leben und die Eigenarten in Deutschland aus der Sicht eines Amerikaners, der nicht verstehen kann, dass Deutsche ihr Fahrrad als Transportmittel benutzen, um von A nach B zu kommen. In Amerika fährt man mit dem Auto und Fahrrad im Kofferraum ins Grüne und radelt dann just for fun - aber niemals benutzt man dort sein Fahrrad als Fortbewegungsmittel.

Zum Schreien komisch auch der Versuch des Autors in Schwaben mit der kleinen und großen Kehrwoche klar zu kommen oder den Sinn von Flachspülern zu ergründen.

Sehr treffend und pointiert eingesetzt auch die Fußnoten, Kommentare der Übersetzerin, in denen sie dem Autor den Spiegel vorhält.
Es ist gar kein Problem, einem wildfremden Menschen auf den Anrufbeantworter zu sprechen "Wenn Ihre Großeltern Frieda und Wilhelm hießen, dann rufen Sie mich doch bitte zurück"

*Letzte Nacht in Twisted River* - John Irving

*Erebos* - Ursula Poznanski